Farbechtheiten von Möbelstoffen

Reibechtheit

Neben der Lichtechtheit (Thema in Ausgabe N°5) ist auch die Reibechtheit ein wesentliches Qualitätskriterium zur Bewertung eines Möbelstoffes. Die beiden Begriffe Reibechtheit und Lichtechtheit werden unter dem Begriff Farbechtheit zusammengefasst. Zum besseren Verständnis: Unter Lichtechtheit versteht man die Widerstandsfähigkeit eines Möbelstoffes gegen die Einwirkung von künstlichem oder natürlichem Licht. Unter Reibechtheit versteht man die Widerstandsfähigkeit der Farbe von Textilien gegen Abreiben und Anfärben an andere Materialien.

REIBECHTHEIT:

Beim Testen der Reibechtheit mittels des Crockmeters unterscheidet man zwischen Trocken- und Nassreibechtheit. Dabei wird die Stoffprobe unter einem definierten Druck (9 Newton) mit einem weißen Baumwollgewebe aneinander gerieben. Dies erfolgt durch geradliniges Hin- und Herbewegen. Die Reibechtheit wird auch im nassen Zustand überprüft, da gefärbte Textilien in der Regel im feuchten Zustand stärker Farbe abgeben. Durch den mechanischen Abrieb werden Teile des Farbstoffes vom Bezugsstoff auf das weiße Baumwollgewebe übertragen und verfärben es. Die Intensität der Anfärbung wird mit einem fünf-stufigen Maßstab (sogenannter Graumaßstab) bewertet. Hierbei gilt die Stufe (oder Note) 1 als niedrigster Wert, die Stufe 5 gilt als bester Wert. Bei Stufe 5 ist das Baumwollgewebe unverändert.

According to the regulations of the DGM (Deutsche Gütegemeinschaft Möbel e.V.), grade 4 is required for upholstery fabrics in dry condition, in wet condition it’s grade 3. For particularly dark and brilliant colors containing natural fibers, grade 2/3 is required. The values of Rohleder Q2 fabrics are in the upper range. That means, rubbing fastness in dry condition is evaluated with grade 4/5-5, in wet condition it’s grade 4-4/5.

Test with a blue fabric (natural fiber). Left: Close-up of the white cotton fabric before testing. Right: The same sample after testing in wet condition with visible color abrasion (grade 2 – 2/3).