Unterhaltspflege von Möbelstoffen

Wie alle Materialien des täglichen Gebrauchs bedürfen auch Möbelstoffe einer regelmäßigen Pflege. Verschmutzungen sollte man nicht zu intensiv werden lassen, um die Reinigungsmaßnahmen nicht zu erschweren und die Haltbarkeit des Stoffes zu verlängern. Grundsätzlich ist immer die Reinigungs- und Pflegeanleitung des Herstellers zu beachten. Hellere Bezüge sollten häufiger einer Reinigung unterzogen werden, da ein Anschmutzen optisch eher erkennbar ist. Dies sollte man bereits beim Kauf beachten. Bei hellen Farbstellungen kann es außerdem zur sichtbaren Verfärbung durch Fremdfarbstoffe, z. B. von Jeans, kommen. Aufgrund von Reibung wird Farbstoff freigesetzt, der sich auf dem Möbelstoff ablagert. In diesem Fall handelt es sich um einen Mangel der Qualität des Bekleidungs- und nicht des Möbelstoffes.

PRÜFEN DER FARBECHTHEIT:

Wählen Sie eine verdeckte Stelle an Ihrem Möbel zur Prüfung. Entfernen Sie, falls vorhanden, Staub. Tränken Sie ein weißes, weiches Baumwolltuch mit Reinigungsmittel (das Tuch sollte unbedingt sauber sein) und reiben Sie damit über den Polsterstoff. Erst nach dem Trocknen kann beurteilt werden, ob der Möbelstoff farbecht ist. Bei Q2 und Charmelle Stoffen von Rohleder können fast alle haushaltsüblichen Flecken mit einer Lauge aus warmem Wasser und Feinwaschmittel entfernt werden. Auch nicht wasserlösliche Flecken lassen sich durch ein Lösungsmittel wie z. B. Aceton entfernen. Ebenso lassen sich auch Verfärbungen mit Hilfe einer verdünnten Bleiche entfernen. Eine genaue Anleitung finden Sie auf unserer Homepage.

Zur Auswahl des geeigneten Reinigers ist eine Vorprüfung erforderlich. Es sollten pH-neutrale Mittel zum Einsatz kommen. Saure Reiniger schädigen Baumwoll- und Zellulosestoffe, alkalische Reiniger eignen sich nicht für Wollstoffe. Wichtig für eine effektive Reinigung ist ein vollständiges Auswaschen des Reinigungsmittels, um das erneute Anschmutzen nicht zu begünstigen.

REGELMÄSSIGE ZUFUHR VON FEUCHTIGKEIT:

Chemiefasern sollten grundsätzlich etwa alle vier Wochen mit einem sauberen, feuchten Baumwolltuch abgerieben werden. Naturfasergewebe nehmen bei ausreichender Raumfeuchte von alleine Feuchtigkeit auf. Bei zu geringer Raumfeuchte sollte man den Stoff jedoch gelegentlich ebenfalls feucht abreiben. Sonst verlieren die Fasern an Festigkeit und es kann zu Gewebeschädigungen kommen. Bei synthetischen Bezugsstoffen führt Trockenheit zu elektrostatischer Aufladung. Dies begünstigt das Anziehen von Schmutz und die Pillingbildung. Bei Velours kann regelmäßige Feuchtigkeitszufuhr der Sitzspiegelbildung entgegenwirken.

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